Dateierweiterungen helfen Betriebssystemen und Benutzern, einen bestimmten Dateityp zu erkennen, damit sie wissen, welche Anwendung oder welches Programm zum Öffnen verwendet werden soll.
In einigen Betriebssystemen (Unix, Linux, Mac OS) ist die Dateierweiterung rein optional, während sie in anderen Systemen (OS/8, CP/M, MS-DOS, Microsoft Windows) tatsächlich erforderlich ist.
Historische Beschränkungen alter Betriebssysteme wie MS-DOS und frühe Windows-Versionen sahen acht Zeichen für den Dateinamen und drei Zeichen für die Dateierweiterung vor, getrennt durch einen Punkt.
Diese Beschränkungen wurden mit der Einführung von Windows 95 aufgehoben, und Dateinamen mit bis zu 255 Zeichen wurden erlaubt. Die Erkennung des Dateityps anhand der Erweiterung blieb jedoch auch in der neuesten Windows 10-Version verpflichtend.
In Unix-basierten Betriebssystemen existieren diese Beschränkungen nicht, und es sind bis zu 255 Zeichen für den Dateinamen möglich. Die rein optionale Erweiterung ist nicht einmal Teil des eigentlichen Dateinamens.

MS-DOS command.com Datei-Beispiel
Heutzutage sind maximal 255 Zeichen für den Dateinamen der De-facto-Standard in jedem modernen Betriebssystem.
Dies bedeutet, dass Dateinamen bis zu 253 Zeichen lang sein können, gefolgt von einem Punkt und einer ein Zeichen langen Erweiterung, insgesamt also 255 Zeichen. Das Gegenteil (wenn auch sehr unwahrscheinlich) ist ebenfalls möglich. Theoretisch könnten Sie eine Datei erstellen, die einen Zeichen im Dateinamen, einen Punkt und eine 253 Zeichen lange Erweiterung hat.
Sie können ebenfalls beliebig viele Punkte im Dateinamen haben, da Systeme, die einen Trenner für die Dateierweiterung benötigen, nur den letzten Punkt zur Bestimmung des tatsächlichen Suffixes im Dateinamen betrachten.
